Geschichte des Klosters und Spitals der Barmherzigen Brüder in Köthen (Anhalt)

14. Februar 2012

Vortrag von Frau Ingeborg Streuber, Fachbereichsleiterin Museen der Köthen Kultur und Marketing GmbH (KKM)

• Veranstalter: Kreisvolkshochschule Köthen, Hahnemann-Lutze-Verein und Europäische Bibliothek für Homöopathie
• Ort: Europäische Bibliothek für Homöopathie (EBH) in Köthen
• Beginn: 17.30 Uhr

„In dem Vortrag erfuhren die Besucherinnen und Besucher viele interessante Details und historische Hintergründe über die Geschichte des Spitals der Barmherzigen Brüder, der jetzigen Heimstatt der Europäischen Bibliothek für Homöopathie.

1777 geht Hahnemann, enttäuscht über sein Studium in Leipzig, nach Wien. Bei Prof. Quarin kann er klinischen Unterricht nehmen, den er in Leipzig vermisste. Hahnemann schreibt später über seinen Lehrer, ‚das große praktische Genie‘, dass er alles, was an ihm Arzt genannt werden kann, Prof Quarin, dem ärztlichen Leiter des Spitals der Barmherzigen Brüder in Wien, verdankt.

So ist der Bogen geschlagen zum Wirken des Ordens in Köthen. Erstaunlich – in einer sehr protestantisch geprägten Gegend Mitteldeutschlands von einer Klostergründung im Jahre 1829 zu hören. Der Hintergrund: Das Cöthener Herzogspaar war 1825 zum katholischen Glauben übergetreten und wollte mit der Errichtung des Spitals für Akzeptanz und Ansehen der katholischen Kirche werben. Von 1829 bis 1832 wirkten die Barmherzigen Brüder in Köthen erfolgreich. Nach dem Tod des Herzogs aber sahen sie sich in Köthen großen Anfeindungen ausgesetzt. So gaben die Ordensbrüder 1832 bekannt, dass sie ihren Wirkungskreis in andere Orte verlegen werden.“

Sabine Radtke (Europäische Bibliothek für Homöpathie)